Teil 2 Entstehung "Auf den Spuren der Grand Tour of Switzerland"

Autor: 
Alex Bratz
01.03.2016
Teil 2 Entstehung "Auf den Spuren der Grand Tour of Switzerland"

Aufgrund der Listung meines Brands "International Dream Tours" bei Schweiz Tourismus bekam ich eine Menge Anfragen dahingehend, ob ich nicht alle relevanten Informationen für die gesamte Grand Tour oder auch nur einzelne Abschnitte zur Verfügung stellen könnte. Dies bewog mich dazu ein RoadBook - einen virtuellen Tourguide - zu kreieren, der dies alles beinhaltet. Ich startete das Projekt "Auf den Spuren der Grand Tour of Switzerland"!

Das Projekt

Die grosse Frage war: Wie gehe ich es an, denn ich hatte so etwas noch nie zuvor gemacht?! Also machte ich mich an die Arbeit und entwickelte ein erstes Exemplar, in welches ich Karten einfügte, Zwischenziele ihrer Reihenfolge nach auflistete, die km-Angaben und eine Tourbeschreibung beifügte. Ich merkte allerdings bald, dass die Informationen darin viel zu wenig und unvollständig waren, um einen Personal Guide zu ersetzen oder ein wirkliches RoadBook zu sein.

So nahm ich mir nochmals ausführlich Zeit und überlegte mir: Was wäre für mich wichtig, damit ich anhand eines Guide in Buchform eine Tour fahren kann? Und noch wichtiger: Wie kann ich diese auch planen? Welche Informationen müssen zwingend vorhanden sein?

So habe ich ein Rohkonzept entwickelt, welches nach und nach mit immer mehr Details angereichert wurde. Dabei wurden Punkte neu aufgenommen, andere wieder verworfen und zuletzt doch wieder eingefügt. Ein ganz schönes Hin und Her...

Das Konzept

Nachdem alle relevanten Gliederungen und Inhalte feststanden, benötigte ich einen Designer, der mir mein Bild aus dem Kopf und somit das eigentliche RoadBook virtuell umsetzen konnte. Sprich: das Cover, das Layout für den inneren Teil und die graphische Gliederung mussten erarbeitet werden, um dann die Inhalte meines Konzeptes einzufügen.

Allein dieser Prozess nahm Wochen in Anspruch, auch hier wechselten sich Begutachtung und Verwerfung ab, bis dann endlich ein Layout und Cover Design feststanden. In der Zwischenzeit habe ich alle Gliederungspunkte mit Inhalten gefüllt, damit sie für die Einarbeitung im RoadBook zur Verfügung standen.

Da ich alle Routen auf Karten optisch darstellen wollte, stand ich vor einem sehr grossen Problem, denn man darf nicht einfach irgendwelche bestehenden Karten nutzen, da auch hier Urheberrechte gelten. Also wurde nach adäquaten Alternativen gesucht, die mit OpenSteetMaps abgedeckt werden konnten. Wer hier schon meint, damit wäre alles erledigt - weit gefehlt... Jetzt ging die eigentliche Arbeit für mich erst richtig los!

Das Kartographieren beginnt

Alle Karten, die mir mein Grafikdesigner nach meiner Vorgabe mit 600 dpi zur Verfügung stellte - es musste hochauflösend sein - waren grösstenteils ohne Strassen. Das hiess für mich: Ich musste jeden einzelnen Streckenverlauf auf einer leeren Karte einzeichnen, da 90 % der Nebenstrassen gar nicht existierten.

Nachdem dann alle Routen auf den Karten festgehalten waren, konnten alle Zwischenziele, Points of Interest und Sonderziele integriert werden. Diese Prozedur dauerte allein 6 Wochen!

Einbauen aller Inhalte in das RoadBook

Nun waren alle Bausteine beieinander, waren bereit dazu in das fertige Layout eingefügt zu werden und schon gab es für den Designer die nächste Herausforderung... Wie bringen wir es optisch zustande, dass auch jemand, der nicht so bewandert ist mit dem Kartenlesen, das RoadBook nutzen kann? Wir konnten dies lösen und auch dem gerecht werden!

Die nächste Aufgabe bestand darin optisch darzustellen, wie man ausserdem seine eigene Tour planen kann und so nicht an feste Abläufe gebunden ist. Auch hierfür fanden wir eine Lösung!

Jetzt konnten wirklich alle Elemente eingepasst und das RoadBook zusammengesetzt werden.

Bestandsprobe

Jetzt wollte ich natürlich wissen: Wie kommt das RoadBook überhaupt bei den möglichen Kunden an? Also habe ich eine Leseprobe an über 30 Menschen gesendet, die unterschiedlicher nicht sein konnten: Vom Fussgänger bis zum Auto- und/oder Motorradfahrer, von Jung bis Alt, Mann und Frau, vom Unerfahren bis zum Erfahrenen - es war tatsächlich jedermann vertreten. Dadurch erhielt ich wirklich sehr konstruktive Anregungen und ebenso Lob.

Das Fazit der Aktion: Wir waren auf dem richtigen Weg und mussten das Konzept nicht umstossen! Ich möchte auch noch einmal mehr den vielen Inspirationen Anerkennung zollen - vielen Dank!

Fertigstellung

Ich habe mir die vielen Vorschläge angeschaut und nach Machbarkeit und Unmöglichkeit selektiert. Als nächstes wurden diese in den bestehenden Inhalt eingefügt. Nach 6 Monaten Entwicklung, Umarbeitung und Anpassungen wurde das RoadBook Ende Januar 2016 fertig gestellt. Es ist über den BRATZ Verlag und demnächst bei allen gängigen Händlern online sowie ab April 2016 als gebundene Ausgabe erhältlich.

Ihr Alex Bratz

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